IDEC/APDEC (International/Asia Pacific Democratic Education Conference) November 17th to 21st 2018

The 2018 APDEC will be held in Bengaluru (Karnataka), INDIA

Website: http://indec.net.in

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IDEC 2007


Helena Singer hat den folgenden Bericht über die IDEC 2007 geschrieben, die an der Universität Nautico in Mogi das Cruzes in Brasilien vom 8. bis 16 September stattfand.

Hundert Leute aus zwölf Ländern haben an der ersten IDEC in Südamerika teilgenommen: Brasilien, Peru, Deutschland, Frankreich, Israel, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Portugal, Spanien, Ukraine und den USA. Diese IDEC wurde vom Welterziehungsforum gefördert und die drei letzten Diskussionen fanden in einem neuen Zuschauerraum statt, der für das Forum eingeweiht wurde: bei diesen Diskussionen gab es bis zu 800 Zuhörer.
Das Ereignis hat seinen Zweck erreicht, indem es Lateinamerika ins Netzwerk der internationalen demokratischen Bildung eingebracht hat. Leute von dieser Seite der Welt haben Schulen in anderen Kontinenten kennengelernt, die von der Gemeinschaft geführt werden und das internationale Netzwerk hat die Initiative über demokratische Bildung in Ländern wie Brasilien und Mexiko kennengelernt, wo es eine reiche Vielfalt von demokratischen Schulen gibt, in Umgebungen, die so verschieden sind wie der Urwald, die reichsten und ärmsten Gegenden in den Großstädten und die öffentliche und die private Bildung.

Neun Tage lang ermöglichten die verschiedenen Formen der Sitzungen theoretische Aspekte zu vertiefen, wie den Einfluss der Philosophien von Paulo Freire, Wilhelm Reich, den Anarchisten und anderen auf die demokratische Bildung. Einige Hauptthemen wurden in vielen Sitzungen diskutiert, vor allem Lehrerbildung, Bewertung und Bildung in der Großstadt. Berichte darüber sollen auf den Webseiten der Konferenz (www.idec2007.org) veröffentlicht werden. Es war auch Raum für die Erfahrung von demokratischer Bildung mit Versammlungen, Spielen, Ausstellungen, Yoga, vegetarischem Essen aber auch mit Barbecues, Ausflügen und so weiter.
Ein Vortrag beschrieb das Projekt von demokratischen Schulen im Amazonas-Gebiet. Dieses Projekt wird von dem Sozioumweltsinstitut (ISA) koordiniert, das seit 2003 Beziehungen zu demokratischen Schulen in Brasilien hat, anfangs mit Lumiar und jetzt mit dem Institut für Demokratische Bildung in Brasilien. ISA war Teil des Vorbereitunskomitees für diese IDEC.
An der IDEC wurde über die Tuyuka Schule berichtet, die über drei Gemeinden verteilt ist, und die Baniwa und Coripaco Pamáali Schulen, die sich über 93 Gemeinden erstrecken. Die Schulen "erstrecken sich", weil die Gemeinschaften der selben Völker (Tuyuka, Baniwa usw) durch Flüsse zerteilt sind und die Entfernungen zwischen einzelnen Teilen eine Stunde oder vier Tage sein kann.
Diese Schulen sind demokratisch in vielerlei Hinsicht ­ jeder hat eine Stimme für alle relevante Angelegenheiten, es gibt echte Freiheit für die Schüler, das zu lernen, was ihnen gefällt, man wird nicht gezwungen, bei den Schulstunden anwesend zu sein, usw. All diese Ideen werden von ihren herkömmlichen Kulturen bereichert. Wir können viel von ihnen lernen.
Es wurden einige wichtige Vorschläge gemacht: die Veröffentlichung der gehaltenen Vorträgen, die Anfertigung einer Webseite für Organisationen, die bei der Gründung von demokratischen Schulen behilflich sein wollen, internationale Kooperations-Projekte von Forschungszentren. Ich hoffe, daß wir all das zustande bringen.
Bei der letzten Versammlung, auf der die Konferenz bewertet werden sollte, hat jemand gesagt, dass dies die harmonischste IDEC-Konferenz von allen gewesen ist. Obwohl ich erschöpft bin, bin ich ein wenig traurig, dass alles vorbei ist . . .

Helena


Zukünftige IDECS

Bei einem Treffen in Brazilien über zukünftige IDECs wurde folgende Resolution verfaßt:
Wir empfehlen stark, dass das Vorbereitungskomitee jeder IDEC an der vorherigen IDEC teilnehmen soll. Im besten Fall soll es auch an der IDEC teilnehmen, die zwei Jahre früher stattfindet, weil die Entscheidung für das eigene Jahr dort gemacht wird.
David Gagnon soll eine neue Mailingliste für die Mitglieder von früheren Vorbereitungskomitees einrichten. Mitglieder früherer Vorbereitungskomitees dürfen dieser Liste beitreten, und sie wird Entscheidungen fällen, wenn zwei Jahre zuvor kein Gastgeber gewählt worden ist, oder wenn eine ähnlich gelagerte Entscheidung gefällt werden muß. Wenn formell oder informell abgestimmt werden muss, werden alle Mitglieder der Liste zwei Wochen Zeit haben, um zu antworten/abzustimmen. (Damit soll verhindert werden, daß Entscheidungen monatenlang hinausgezögert werden, wie es der Fall für die Entscheidung über Vancouver, Kanada für die IDEC 2008 war.)
Die IDEC 2009 wird in Korea stattfinden, sofern sich ein starkes Vorbereitungskomitee findet und vor Ende Februar 2008 einen fundierten Antrag einreicht. Sonst wird die neue Mailingliste eine neue Entscheidung treffen müssen. (Es wurde festgehalten, dass Ramon Garcia Dils hofft, eine IDEC 2009 oder 2010 in Barcelona, Spanien, organisieren zu können.)


EUDEN

Das europäische Netzwerk für demokratische Bildung ist vom 5. ­ 7. Oktober zum dritten Mal in Leipzig zusammengekommen. Unter den 39 Teilnehmern waren zehn Schüler und 6 Studenten. Sie kamen aus fünf Ländern (Dänemark, Deutschland, England, Holland und Israel) und zwölf demokratischen Schulen/Gründungsgruppen.

Es gab große Fortschritte auf dem Weg zur Gründung eines europäischen Netzwerks. Es wurde entschieden, ein Angebot vom Phoenix Education Trust in England anzunehmen, das Netzwerk als Phoenixprojekt während zwei Anfangsjahren zu organisieren. Die Teilnehmer haben auch einen vorläufigen Ausschuß gewählt, am Programm für EUDEC 2008 gearbeitet und Leitziele (misson statements) für das Netzwerk und die Konferenz entworfen.

Sieben beteiligte Schulen haben jüngst eine Förderzusage vom Comenius-Programm für eine multilaterale Zusammenarbeit bekommen. Diese Schulen werden ihr erstes Treffen am 15./16. Dezember 2007 durchführen. Auch der o.g. vorläufige Ausschuss wird diese Gelegenheit für ein Treffen nutzen.

Die nächste Versammlung für das Netzwerk soll vom 15. ­ 17. Februar in Leipzig stattfinden. Dort werden die Teilnehmer den ersten offiziellen Ausschuss, einen Namen für die Organisation wählen und über die Mitgliedschaft abstimmen.
Alle offene Fragen in Bezug auf die Konferenz werden ebenfalls diskutiert werden.

Blue Mountain

Blue Mountain School in Oregon, 1998 gegründet, ist eine demokratische Schule mit ungefähr 60 Schülern zwischen 5 und 19 Jahren. Sie ist eine "charter school;" das heißt, dass der Staat Kosten übernimmt, solange sich die Schule an einen Vertrag hält, über den sich Schule und Staat geeinigt haben. Sie ähnelt einer Sudburyschule sehr, aber sie bietet auch reguläre Unterrichtsstunden an ­ neben vielen anderen Bildungsmöglichkeiten. In jedem Fall sind alle Schüler frei, ihre eigene Entscheidungen zu treffen, täglich tagsüber.
Dieses Jahr am 9. Juli wurde Blue Mountains Vertrag von der örtlichen Schulverwaltung gekündigt. Mit 4 gegen 3 Stimmen hatte die Behörde entschieden, den Kontrakt mit der Schule zu beenden. Sie gab dafür eine Reihe von Gründen an; sie reichten von der Tatsache, dass die Schule ihre Dokumente nicht in einem feuerfesten Safe aufbewahrte, über Sorgen bezüglich der Sicherheit der Schüler, bis hin zu wissenschaftlichen Standards und Verstößen gegen den Schulvertrag. Die Schule hat alle wesentlichen Vorwürfen widersprochen und dargelegt, dass sie sich hinsichtlich der akademischen Leistung und der Unfallquoten mit anderen Schulen in der Gegend gut vergleichen läßt. Die Länge der Liste von negativen Bemerkungen und die Einbeziehung von Nebensächlickeiten wie dem feuerfesten Safe lassen darauf schließen, dass die Schulverwaltung entschlossen ist, der Schule irgendetwas nachzuweisen, unabhängig davon, ob die Vorwürfe stimmen. Ihr Ziel scheint zu sein, die Schule auf jedem Fall zu schließen.
Blue Mountain hat Berufung gegen die Kündigung des Vertrags eingelegt. Die Berufungsverhandlung fand am 16. August statt. Trotz des schlüssigen Verteidigung der Schule und wesentlicher Unterstützung im Ort hat die Behörde genau so wie zuvor entschieden. Der nächste Schritt für Blue Mountain wird wahrscheinlich eine Berufung bei der Schulbehörde des Bundesstaates sein.
Die Schule wird bis Weihnachten geöffnet bleiben, auch wenn alle Berufungen fehlschlagen. Es gibt ein Team, das daran arbeitet, Möglichkeiten zu finden, wie die Schule weiter bestehen kann, auch wenn sie keine "charter school" mehr sein darf.
Einen vollen Bericht kann man bei http://adams.uoregon.edu/~sadofsky/bmcs/ finden.

Contact details

Peter Foti
Veltlinerstrasse 1/30
Guntramsdorf
2353 Austria

Email: peter.foti@idenetwork.org
Website: www.idenetwork.org/

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