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IDEC 2010   ISRAEL

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IDEC : Internationale Konferenz für Demokratische Bildung

IDEC : Internationale Konferenz für Demokratische Bildung

IDEC : Internationale Konferenz für Demokratische Bildung

 

Newsletter, November 2009

IDEC : Internationale Konferenz für Demokratische Bildung(Nachfolgend die bisherigen Newsletter in umgekehrter Reihenfolge)

 

IDEC 2010

Die IDEC 2010 wird vom 6. bis 13. April in Israel
stattfinden. Sie wird vom Institute of Democratic Education
in Tel Aviv organisiert. Die Internetseite der Konferenz
lautet: http://www.2010.e-idec.org

Die Konferenz wird aus drei Teilen bestehen:

1. Dienstag, 6. April bis Donnerstag, 8. April - eine
Konferenz mit Vorträgen von führenden Bildungsfachleuten aus
der ganzen Welt, eine Ausstellung von besonderen Schulen und
mit verschiedenen Ausflügen.

2. Freitag, 9. April bis Sonnabend, 10. April - ein "open
space"-Wochenende, das der Gemeinschaft der Demokratischen
Schulen gewidmet ist.

3. Sonntag, 11. April bis Dienstag, 13. April -
Bildungsexkursionen innerhalb Israels. Die dreitägige
Jerusalem-Tour wird ein Treffen mit Sprechern der beiden
Seiten des jüdisch-palästinensischen Konflikts und einen
Besuch der Hope Flowers School in Bethlehem umfassen.

Teilnahmegebühren:

Falls vor dem 15. Januar gebucht wird:
6. - 8. April:
Erwachsene $250
Schüler $200
Unter12jährige $ 50

6. - 10. April:
Erwachsene $350
Schüler $275
Unter12jährige $ 75

Falls zwischen 15. Januar und 1. März gebucht wird:
6. - 8. April:
Erwachsene $275
Schüler $220
Unter12jährige $ 50

6. - 10. April:
Erwachsene $375
Schüler $300
Unter12jährige $ 75

Falls nach dem 1. März gebucht wird:
6. - 8. April:
Erwachsene $300
Schüler $250
Unter12jährige $ 50

6. - 10. April:
Erwachsene $400
Schüler $350
Unter12jährige $ 75

Die Preise für die Dreitagetouren werden noch bekanntgegeben.

Die Anmeldung ist möglich unter:
http://www.2010.e-idec.org/registration/

 

IDEC 2009

 

Die offizielle IDEC ist von den Organisatoren wegen der
Schweinegrippe abgesagt worden, jedoch fand eine kleinere
Konferenz trotz des Risikos statt. 70 - 80 Menschen nahmen
teil, wovon 21 von außerhalb Koreas kamen - drei aus Kanada,
zwei aus Deutschland, vier aus Israel, vier aus Japan, drei
aus Taiwan und fünf aus den USA.

Hier ist der gekürzte Bericht von Moe Zimmerberg:

Die Historiker mögen Jahrtausende (mit großem Aufwand)
darüber diskutieren, ob dies nun einen offizielle IDEC war
oder nicht - für mich war es eine. Es war das 2009er Treffen
der Lehrer (educators), Schüler, Eltern und Nicht-
Regierungsorganisationen und es war in Korea und es war
großartig.

Die ersten vier Tage wurden an der Gil School verbracht. Man
hat sich sehr um uns gekümmert: Wir wurden vom Flughafen
abgeholt, erkundeten die Nachbarschaft und erhielten
kostenlos Essen im nahegelegenen buddhistischen Tempel. Wir
wurden auch zu einigen Märkten in der Innenstadt gebracht:
Dongdemun und Namdemun.

Wir besuchten vier alternative Schulen in und um Seoul. Die
Mindule Schule hat begonnen als ein Ort, zu dem
Schulverweiger kommen konnten (im Original schreibt Moe:
"drop-in center for drop-outs", d. Übersetzer) und ist jetzt
ein Informations- und Material-Zentrum für Homeschooler. Das
Haja Center hat sich auf Medien und Darstellende Kunst
konzentriert. Uns wurde brasilianische Musik dargeboten, die
mich so beeindruckt hat, daß ich die Frage-Antwort-Runde
verlassen mußte für eine Jam-Session. Musik ist eine Form
der Kommunikation, die keine Übersetzung benötigt und die
über die Grenzen der Kulturen wundervolle Freundschaftsbande
knüpft.

Am nächsten Tag besichtigten wir zwei weitere Schulen, bevor
wir uns zum Essen und Einkaufen aufteilten, dann kehrten wir
zur Gil Schule zurück um aufzuräumen.

Wir verbrachten die nächsten drei Tage auf dem IDEC Gelände
in der Jeonin Schule in der Stadt Chuncheon. Die Jeonin
Schule ist eine Internatsschule; sie beherbergte sowohl die
internationalen Gäste und die Organisatoren als auch die
Schüler, Lehrer und Eltern des koreanischen Alternativschul-
Netzwerks. Ich schätze, daß 100 Leute versorgt und
einquartiert wurden.

Wir bekamen die Gelegenheit, unsere Schulen zu präsentieren
- eingeschlossen einen Workshop unserer Exschülerin Maya
Mascarenas über die Lehrer-Bewertung. Alle Lehrer mußten den
Raum verlassen, während Maya den koreanischen Schülern mit
der Evaluation einiger dieser Lehrer half - viele machten
dies zum ersten Mal. Es gab auch einen Workshop über
traditionelle koreanischen Trommelmusik. Die San Children's
Schule lehrte uns, die Instrumente zu spielen. Dieser
Workshop war so begehrt, daß er in zwei Gruppen aufgeteilt
wurde, die sich anschließend gegenseitig die erlernten
Lieder vorspielten.

Wir schrieben IDEC-Geschichte, indem wir in zwei Sitzungen
internationale Video-Konferenzen organisierten. Es dauerte
zwar eine Weile bis alle technischen Hürden genommen waren,
aber es war großartig, während des Treffens Kommentare von
Cecelia Bradley aus Australien, Yaacov Hecht aus Israel und
David Gribble aus Großbritannien zu bekommen (es waren noch
weitere Leute zugeschaltet, d. Übersetzer).

Die Schüler, die die 2009-IDEC organisiert hatten, fühlten
sich, als hätte man ihnen mit der Absage der IDEC den Boden
unter den Füßen weggezogen. Deshalb wollten sie die
Möglichkeit bekommen, eine ganze, echte IDEC im Jahr 2011 zu
organisieren. Leider unterstützten dies (an diesem Abend)
nicht genügend koreanische Organisationen. Die Entscheidung
über die IDEC 2011 wird nun - auf der Grundlage von
schriftlichen oder Video-Bewerbungen - von ehemaligen IDEC-
Organisierern getroffen werden. Dies soll bis Ende 2009
passieren, wenn nicht, wird die Entscheidung im April in
Israel gefällt.

Die IDEC war überwiegend von Jugendlichen organisiert
worden. Es wurde vorgeschlagen, eine globale Jugend-
Zusammenarbeit zu begründen, um zukünftige IDECs aus der
Perspektive junger Leute vorzubereiten. Das bedeutet, dass
die koreanischen Jugendlichen, die die IDEC organisiert
haben, mit den israelischen Jugendlichen Kontakt aufnehmen
wollen, um zu verhindern, dass die Erwachsenen die IDEC 2010
nicht vollständig kontrollieren und die Kinder nicht
berücksichtigen.

Nachdem die ausländischen Teilnehmer die ganze Zeit zusammen
verbracht hatten, fanden sie sich so nett, daß alle das
Angebot annahmen, gemeinsam die Gandhi Schule zu besuchen.
Am faszinierendsten war der Besuch der alten Stadt Andong.
Einige Schüler der Gandhi Schule haben eine Großmutter, die
in einem der Häuser dieses Kultur-Museums wohnt. Sie ist
eine Nachfahrin des koreanischen Ministerpräsidenten von vor
ca. 500 Jahren (eine Stufe unter dem König). Sie waren
Gastgeber der englischen Königin, der Bushes eins und zwei
und der ausländischen Teilnehmer der IDEC.

Am letzten Morgen nahmen wir an einer Zeremonie teil, mit
der ein neues Gebäude der Gandhi Schule eingeweiht wurde
(eine Art Richtfest, d. Übersetzer). Mit Opferungen und
Reiswein, der in alle vier Richtungen verschüttet wurde, und
einem Festessen am Ende.

Ich denke, das zählte als das Ende der IDEC, danach teilten
wir uns auf und reisten noch in kleineren Grüppchen durch
Korea. Es waren also 10 Tage mit Workshops, Präsentationen,
Treffen, Schulbesichtigungen und kulturellen Exkursionen.
Klingt wie eine IDEC, finde ich.

Mike Weimann hat eine Bildersammlung veröffentlicht
http://miwe.org/bilder/ideckorea/
und den folgenden Kommentar hinzugefügt.

Der erste Teil der Bildergallerie illustriert Moes Bericht,
später sieht man noch Bilder aus Busan, der zweitgrößten
Stadt Koreas, wohin wir von der Odada Schule eingeladen
worden waren. Sie zeigten uns Filme von ihren Schulfahrten,
Reshef aus Israel zeigte einen Dokumentarfilm über sein
Givat Olga und wir sprachen ein wenig über unsere Schule in
Berlin. Einige von uns wohnten in den Familien der
Gastgeber.

Meta und ich besuchten eine weitere, kleine Schule auf dem
Lande bei Bonghwa. Sie beziehen Meditation in ihre täglichen
Aktivitäten ein. Gegenwärtig gibt es nur fünf Schüler und
diese waren auf einem Langzeit-Aufenthalt auf der Insel
Jeju, der größten koreanischen Insel im Süden des Landes.
Wir hatten das Glück, dorthin eingeladen zu werden und die
Schüler und ihr ländliches Anwesen kennenzulernen. Wir
sprachen viel mit dem Schulgründer, Kim Sang-bok, einem
ehemaligen Gewerkschaftsführer, über die Freiheit der
Studenten, ihre Selbstbestimmtheit und ihre Kunst. Wir
lernten viel über das koreanische Schulsystem und die
koreanische Geschichte.

Wir besuchten eine kleinere Demokratische Schule (Silsangsa)
im Jirisan-Gebirge, wo wir auf einem neu angelegten
Wanderweg wanderten. Der Wanderweg war von einem Koreaner,
Herrn Hang, eingerichtet worden. Dieser hatte 10 Jahre in
Deutschland gelebt, sprach uns auf Deutsch an und sagte,
dass er die Wanderweg-Idee aus den deutschen Gebirgen
mitgebracht hatte. Zudem hatte sein Sohn die kleine
Silsangsa Schule besucht und er hatte dort zeitweise
unterrichtet. Was für eine Menge Zufälle!

Zurück in Seoul führten uns einige Schüler der Haja Schule
durch Stadtviertel, in die wir (und Touristen ganz
allgemein) sonst nie kommen würden. Diese geführten Touren
sind typischer Bestandteil des Lebens an der Haja Schule,
die Schüler erwerben durch das Zusammensein mit den Gästen
und beim Erklären der Stadt viele unterschiedliche
Fähigkeiten.

Schließlich hat uns Silbi u.a. zu typischen Staatsschulen
geführt, was den Besuch abgerundet hat. Außerdem besuchten
wir die Grenze zu Nordkorea; ich stand tatsächlich auf dem
Boden des anderen Landes - wenn auch nur für drei Minuten
und nur zwei Meter hinter der Grenze innerhalb des berühmten
Gebäudes in Panmunjon.

Die IDEC war - mit all ihren oben erwähnten Ereignissen nach
dem Hauptprogramm - wunderbar. Die Gastfreundschaft, das
Engagement von so vielen, meist jungen Leuten érzeugte eine
gute Atmosphäre. Auf dem Video, das die Koreanar vor der
IDEC produziert haben, um die IDEC in Korea bekannt zu
machen, kann man sehen, wie intensiv sie gearbeitet haben.
Ich habe den Film ins Internet kopiert, damit ihn alle sehen
und den koreanischer Gastgebern etwas Beifall spenden
können.

http://miwe.org/video/ideckorea/

Die Absage wegen der Schweinegrippe war wirklich
fürchterlich für die Koreaner. Wir Ausländer haben aber
verstanden, daß das zärtliche Pflänzlein der Bewegung der
Demokratischen Schulen in Korea nicht dem Risiko negativer
Presse ausgesetzt werden durfte. Wenn ein ausländischer Gast
einer solchen Schule an Schweinegrippe erkrankt wäre, hätten
sie noch mehr Schwierigkeiten bekommen als sie ohnehin schon
haben. Übrigens: Wir fühlten uns in Korea bezüglich der
Schweinegrippe sogar sicherer als zu Hause, da die Zahl der
Fälle in Deutschland damals gerade stark anstieg.

Mike Weimann

 

EUDEC 2010

Die EUDEC-Organisierer suchen noch einen preiswerten Tagungsort,
es ist dabei wahrscheinlich, dass die EUDEC in Südwest-England
stattfinden wird.

 

Adresse

Die IDEN Internetseite lautet www.idenetwork.org, die Emailadresse ist
davidgribble@idenetwork.org.

 

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